Krankenpflege in Deutschland
January 12, 2026
•

Sie stehen als Führungskraft vor einer Situation, die viele nur allzu gut kennen: Der Fachkräftemangel wächst, die Teams arbeiten am Limit, der Druck steigt – und plötzlich steht da eine neue Pflegefachkraft. Ein Mensch, der aus einem anderen Land kommt, mit einer Geschichte, die ganz anders ist als die eigene.
Und oft spürt man es sofort: Diese Menschen haben einen mutigen Schritt gemacht, um hier bei uns zu arbeiten. Sie bringen ihre Erfahrungen, ihre Motivation und ihre Geschichte mit.
Jetzt stehen sie vor uns – motiviert und voller Energie. Aber gleichzeitig auf unbekanntem Terrain. Die entscheidende Frage lautet also: Wie stellen wir sicher, dass sie sich wirklich willkommen fühlen?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Mentoring. Jemand, der sie begleitet, zuhört und unterstützt – genau das kann oft einen großen Unterschied machen.
Mentoring bedeutet weit mehr als fachliche Anleitung. Es ist eine strukturierte, wertschätzende Begleitung, bei der erfahrene Pflegefachkräfte neuen Kolleg:innen dabei helfen, im beruflichen Alltag Fuß zu fassen.
Es geht um Wissen, ja – aber genauso um Orientierung, Rückhalt, Reflexion und den Raum, Fragen zu stellen oder Unsicherheiten auszusprechen.
Diese Art der Unterstützung hilft nicht nur, sich schneller zurechtzufinden – sie verhindert auch, dass neue Fachkräfte frühzeitig wieder gehen, weil sie sich allein gelassen fühlen.
Viele Einrichtungen haben erkannt, wie wertvoll diese Form der Begleitung ist und setzen deshalb auf formale Mentoring-Programme. Jede internationale Pflegefachkraft erhält dabei eine feste Ansprechperson, die sie durch die Einarbeitung führt, Fragen klärt, Abläufe erklärt und auch bei der sozialen Integration unterstützt.
Zahlen aus der Praxis untermauern die Notwendigkeit: 70 % der internationalen Pflegefachkräfte fühlen sich in den ersten Monaten sprachlich überfordert und 30 % wechseln innerhalb der ersten zwei Jahre die Stelle, wenn die Integration nicht ausreichend begleitet wird.
Damit Mentoring gelingt, braucht es Vorbereitung – und genau hier setzt TERN an. Wir bereiten internationale Pflegefachkräfte gezielt auf den Einsatz in deutschen Einrichtungen vor – Sprachförderung, interkulturelle Trainings und praxisnahe Tipps für den Arbeitsalltag sind dabei zentrale Elemente.
Gleichzeitig begleiten wir Kliniken und Pflegeeinrichtungen während des gesamten Integrationsprozesses: Wir unterstützen die Teams, geben Orientierung bei Fragen und stehen beratend zur Seite, damit Pflegefachkräfte langfristig gut integriert und motiviert bleiben.